31. Etappe am 14.07.

Kurz vor 8 Uhr beginnt der Tag mit einem Bad im Meer. Ich glaube nicht, dass das Wasser im Freibad in Tübingen so warm ist wie hier das Meer.

Die Schatten sind noch lang.

Es ist noch wenig los, aber das ändert sich schnell.


Im L’ORIZONTE zurück gibt’s ein suuuuper Frühstück von Mario mit frisch gepresstem Orangensaft – arance bionda, Käse, Schinken, gekocht und geräuchert,

Melone und

FILTERKAFFEE mit heißer Milch. Donna Lina erledigt die Abrechnung,verabschiedet mich sehr herzlich und wünscht mir gute Fahrt.

In Frankreich ist ja heute Nationalfeiertag, aber wenn die Blauen Weltmeister im Fußball werden, verlängern die um einen Tag und Macron gibt spontan seinen Segen dazu.
Die Tour führt erstmal zurück nach Crotone und dann geht’s auf die SP 50 Richtung Isola di Capo Rizzuto. Es liest sich als wäre es eine Insel, ist aber eine Kleinstadt in der Nähe des Capo Rizzuto.
Kurz vor Verlassen von Crotone kann ich im Eurospar Wasser und Bananen und eine Gurke für den Weg einkaufen. Der Anstieg über die Hügel im Hinterland ist anfangs leicht für das E-Bike, dann geht’s aber auch deutlich steiler. Die Felder rechts der Straße bekommen dann schwarze Streifen.

Zuerst dachte ich an Gülle, aber dann sieht und riecht man, dass die Felder abgebrannt wurden.

Oben am höchsten Punkt raucht es sogar noch.

Zum Glück fällt mir rechtzeitig ein,  die geographischen Koordinaten im Auge zu behalten. So kann ich festhalten, wo der 39. Breitengrad die SP 50 kreuzt.

Dann geht’s wieder hinunter ans Ionische Meer über die E90, die SS 106, die STRADA IONICA und durch Isola di Capo Rizzuto hindurch.

Nach Cosenza ist Crotone schon die zweite Provinz in Kalabrien, durch die ich komme.

Lustigerweise finde ich dort die „via Karl Marx“ Peppone würde es freuen.


Das Meer liegt dann über die weitere Strecke etwa einen knappen Kilometer links der Ionica und es gibt wenige Möglichkeit, dass man geschwind ans Meer kann.

Deshalb fahre ich mit einem Boxenstopp durch bis Catanzaro Lido. Dort finde ich zur Auffrischung der Vorräte einen Penny Markt. Das neue Quartier „il Pozzo Antico“ lässt sich gut finden.

Ich muss kurz warten, bis mich eine Junge Frau in das Haus lässt. Das E-Bike darf mit ins Haus. Dann bekomme ich die Zimmerschlüssel, Sie kopiert meinen Ausweis und die Bezahlung geht per Eurocard und die Quittung bekomme ich per E-Mail. Der Blick vom Balkon ist eine Augenweide.

Im Fernsehen läuft schon das WM-Spiel zwischen Belgien und England und Belgien führt 1:0. Ich packe die Einkäufe in den Kühlschrank und dann kommen die weiteren täglichen Abläufe: Akkus laden und Trikots waschen. Wenn das Spiel aus ist, gehe ich an den Lido.
Tja, und wo ist die Badehose? In Crotone auf der Wäscheleine!
Na ja, die Shorts von Speedo taugen zum Baden im Meer alle Mal. Sie haben ja meine Adresse in Crotone, aber wahrscheinlich landet die Badehose eher im Müll als in Tübingen.
Der Sand ist unangenehm grob und an der Spiaggia libera gibt es nur Kies. Erstaunlich, wie die Kinder da rumlaufen, springen und ins Wasser hüpfen können. Ich muss mich echt zusammenreißen auf dem Weg ins Wasser.
Nach 10 m kann ich nicht mehr stehen. Das Wasser ist klitzeklar und kälter als heute Morgen. Im Zimmer mache ich mich ausgehfertig.
So gegen 20:30 geht’s dem Lido entlang Richtung Norden.

Ich habe mir eine Trattatoria ausgesucht und war mit der Pasta

und der Meerbrasse – Orata, con Insalata calabrese

sehr, sehr zufrieden und deshalb esse ich auch noch Macedonia con gelato, ohne genau zu wissen, was kommen wird.

Es ist Obstsalat mit Zitroneneis! Vor allem war der Fisch auch schon zum Essen schön angerichtet.
Die 0,375 Flasche Rosato hab ich vergessen zu erwähnen, denn Fisch möchte ja schwimmen.
Das Lokal ist seit Viertel nach Neun gut besucht und die zwei Bedienungen haben viel zu tun. Als ich kam, war noch viel Platz.

Die Frauen haben bei den Gästen deutlich die Mehrheit. Familie mit Tochter, reine Frauengruppen, maximal zwei Paare und ich solo


Am Nebentisch die Familie hatte nur Antipasti und Primi Piatti, das geht wohl auch.
Auf dem Heimweg dem Lido entlang komme ich mir fast vor wie am Mittag auf der Königsstraße in Stuttgart, nur dass hier auch noch Autos unterwegs sind. Unfassbar, was hier so nach 22 Uhr noch los ist.

Ich bin gespannt, was man von der Bar im EG hier oben hört.

Laut ist es im Flur, weil ein Fenster offen ist und in der Gasse unten die Teenies lärmen. Aber ab 24 Uhr kehrt schon deutlich Ruhe ein.

Ich habe dran gezweifelt, ob das Hochladen der Fotos klappen wird, aber so bin ich echt zufrieden.

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