3. Rückreisetag am 20.07.

Neuer Tag neues Glück, oder erst hat man kein Glück und dann kommt auch Pech dazu?
Ich versuche nochmal verschiedene Routen abzugleichen, auch über österreichische Seiten. Und plötzlich lese ich für alle Fernverbindungen: Streikwarnung bei der Bahn für Italien von SA 21 Uhr – da sollte ich schon in Bologna sein – bis SO 21 Uhr.
Nicht nur wegen der Erfahrung von gestern sondern auch wg dem Streik, werde ich mir für den Nahverkehr Bologna – Brenner (ohne Umsteigen) ein Ticket kaufen. Der Zug fährt (hoffentlich 10:10 ab, ich bin dann 14:52 am Brenner und dann mal sehen, ob ich dort mit dem Zug oder mit dem Rad nach Österreich einreise. Um 16:00 müsste der E84 nach München abfahren, vielleicht darf ich ja mit.Das Ticket zum Brenner kaufe ich auf dem Weg nachher mit dem Rad zur  Amalfiküste, mal sehen, wie weit ich dann dort komme!
Der Fahrkartenkauf klappt reibungslos, jetzt müssen die Züge nur noch fahren und in Napoli der erste Umstieg klappen.
Auf dem Weg zur Amalfiküste bummele ich noch mit dem Rad durch die Stadt

und trinke in der gleichen Bar wie gestern zwei Cappuccino und esse ein Croissant mit Aprikosenmarmelade.
Die Amalficata SS 163 ist mit dem E-Bike toll zu befahren.

Kurz hinter Salerno bietet einer Zitrusfrüchte und Pomodori an und frisch gepressten Saft – Spremuta an. Das gönne ich mir.

Bis Maiori gibt es tolle Ausblicke auf die malerische Küste.

 

Und in Vietri sul Mare fallen mir die künstlerisch gestalteten Tischplatten aus Vulkanbasalt auf, die ich aus Bechtoldsweiler kenne. Mit dem 70 Jahre altem Senior komme ich bei Wasser und Caffè ins Gespräch. Er bietet mir die linke Tischplatte für 1000€ an. Ob da der angebotene Transport + Versicherung schon eingeschlossen ist, hab ich nicht nachgefragt. Aber ich finde eine Kleinigkeit, die sicher ins Gepäck passt.

Bis ich in Maiori bin, ist es Zeit zum Essen. Das Weckle mit Rauchfleisch, den Großteil der Pomodorini  und Wasser. Auf der anderen Seite der Hecke verköstigt sich eine italienische Großfamilie.


Neben mir hat sich eine junge Frau platziert, die offenbar auf jemand wartet.

Vor dem Schwimmen gönne ich mir noch Campari spritz – super gemacht, hier aber teurer als zuletzt gewohnt.

Das Meer ist schön warm und trotzdem erfrischend. Ich setzte mich noch in den Kies um die Shorts antrocknen zu lassen, den Rest erledigt der Fahrtwind.


Und wie immer, wenn man eine Strecke zurück fährt, erhält man neu Panoramen, die auf dem Hinweg unentdeckt geblieben sind.


Aber die Stelle, wo ich den Orangensaft getrunken habe, die ist wieder  Anlaufstelle. Eigentlich wollte ich Zitronensaft trinken, aber das Zitronensorbet ist im Grunde das selbe,  nur erfrischender.
Auf dem Rückweg macht sich jetzt auch die Bremse am Hinterrad bemerkbar: 3000 km mit Gepäck, die Bremsbeläge sollten heute noch erneuert werden, damit die Fahrt vom Brenner ins Inntal kein Risiko wird.
Ganz in der Nähe meiner Wohnung finde ich über Google Maps ein Geschäft.

Und die Reparatur findet in 15 min auf dem Gehweg in der Hocke sitzend statt. Ich habe aufgepasst und hab jetzt eine Ahnung, was zu tun ist und probiere das das nächste Mal selbst.
Ich telefoniere noch nach PF und TÜ/Wankheim. Dann zieht es mich in die Spaghetteria al dente, wo es mir gestern Abend so gut geschmeckt hat. In 6 Wochen Italien muss es einmal „Spaghetti carbonara con una Coca Cola“ geben. Und das ist HEUTE!!
SUUUUPER hat das geschmeckt. Offenbar bin ich früher dran als gestern, noch sind kaum Gäste da für die drei Musketiere „della pasta“.
Dass ich Cola trinke hat auch damit zu tun, dass ich die „Lacryma Christi“ del  Vesuvio spüre.

Man(n) sollte doch erst was essen und dann Wein trinken – war ein sehr guter Tropfen!
Auf dem Heimweg gibt’s noch als Nachtisch Eis, Limone e Arancia.
Jetzt nicht vergessen, den Wecker zu stellen, um 6:45 geht’s aus dem Haus und wenn alles gut klappt, kann ich unterwegs noch Caffè trinken.

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